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Ein Diplom an der Codecademy

Nachdem ich mich über Oliver Zeigermanns Buch „JavaScript für Java-Entwickler“ technologisch dem Browser angenährt hatte, wollte ich das erlernte natürlich vertiefen. Neben den theoretischen Grundlagen fehlt mir vor allem die Praxis. Bei der Suche nach einigen Tutorials bin ich auf die Codecademy gestoßen.

Codecademy_logo

Auf der Plattform kann man die Kurse:

  • HTML & CSS
  • jQuery
  • JavaScript
  • PHP
  • Python
  • und Ruby

besuchen. Learning by Doing lautet hier die Devise. Pro Technologie gibt es einen Satz aufeinanderfolgender Übungen. Je nach Vorkenntnissen kann der Einstieg selbst gewählt werden. Ich entscheide mich bei Null anzufangen und starte mit der ersten Übung aus dem Kurs JavaScript. Der Aufbau der Turorials besteht aus einer sehr einfachen Aufgabenstellung, die in einem Online Editor gelöst werden will. Erlerntes wird in mehren Schritten vertieft und muss immer wieder angewendet werden.

codecadamyCourse

Der Einstieg ist simpel: Variable, Kommentare, Schleifen Verzweigungen, Arrays…  Alles in allem müssen keine großen Hürden übersprungen werden. Langweilig wird es aber trotzdem nicht, weil es vom Verständnis bis zur Lösung nur weniger Minuten und einiger Zeilen Code bedarf. Darüber hinaus wird man mit unzähligen Badges belohnt: Für die erste Übung, den ersten abgeschlossenen Kurs, 10 Übungen pro Tag und so weiter. Ich muss gestehen, dass ich durchaus auf das Belohnungsschema anspringe.

Bald betrete ich mit den Übungen so etwas wie Neuland und übe die JavaScript Objektnotation, anonyme Funktionen, Prototypen und die Varianten der Objekterzeugung und Manipulation. Für den Abschluss mein JavaScript Codecademy Zertifikat benötige ich einen Tag. Ich bin zufrieden und schließe auch noch die HTML & CSS und die jQuery Klasse ab. Nachdem ich die Grundlagen erarbeitet und geübt habe, widme ich mich den Web-Project angeboten. Dort werden in einigen etwas komplexeren Aufgaben JavaScript und HTML zusammengeführt.

codeCademyBadges

Meine Badges füllen inzwischen den ganzen Monitor und so langsam habe ich den Eindruck dass ich für tieferes Wissen und kniffligere Aufgaben bereit bin. Wenn ich möchte kann ich meine Eigenen Tutorials auf der Plattform anbieten oder mich in einer der vielen Gruppen mit anderen Entwicklern zu fortgeschrittenen Themen austauschen.

Ich habe den Eindruck, dass ich mich mit meinen Kenntnisse gerne ich der echten virtuellen Welt austoben möchte. Anregungen kann man sich auch hier bei der Codecademy holen. So gibt es weitere Turorials für APIs von Diensten wie z.B. Youtube oder Soundcloud.

Die Codecademy war für mich ein super Einstieg in die Praxis von JavaScript und JQuery. Ich habe den Eindruck mir die Grundlagen beider Technologien praktisch angeeignet zu haben. Vor allem aber hat es Spaß gemacht, so dass ich den Besuch der Kurse zur Nachahmung empfehlen kann.

JavaScript für Java-Entwickler

In der Zentralbibliothek der Hamburger Bücherhallen stolperte ich unter den Neuerscheinugen zufälligerweise über ein Buch, das wie für mich gemacht zu sein schien. Ich hatte gerade H.G. Wells‘ „Die Tür in der Mauer“ gelesen, zu dessen Rückgabe ich die Bücherhallen überhaupt aufgesucht hatte. Da es in der Kurzgeschichte um das Nutzen von Möglichkeiten geht, die sich unerwartet bieten, schaute ich mir das Buch etwas genauer an.

Es trägt de Titel „JavaScript für Java-Entwickler“, geschrieben von Oliver Zeigermann, 2013 erschienen bei entwickler.press. Als ich auf dem Waschzettel folgende Zeilen las, war ich überzeugt und nahm das Buch mit:

„Zielpublikum sind Java-Entwickler, die sich so einfach und schmerzfrei wie möglich der Sprache JavaScript nähern wollen oder müssen. Deshalb wird alles weggelassen, was man als Java-Entwickler entweder sowieso weiß oder nicht wissen muss.“

Wenn man das alles weglässt kommt man auf 132 Seiten, die erfüllen was auf dem Buchrücken versprochen wird. Nach einer kurzen Einleitung geht’s in fünf Kapiteln, von den Grundlagen zu fortgeschrittenen Themen wie objektorientierte Entwurfsmuster oder JSON.

Ich habe das Buch von vorne bis hinten durchgelesen. Entsprechend des Kenntnisstandes ist es aber auch möglich Kapitel auszulassen, bzw. zu überspringen. Trotz oder vielleicht wegen seiner Kürze bietet das Buch einen einfachen Einstieg in die Sprache JavaScript ohne in die Oberflächlichkeit abzudriften. Lebendig wird es durch die vielen Codebeispiele und die regelmäßigen Hinweise auf Best Practices der JavaScript Entwicklung. So werden unterschiedliche IDEs und Entwicklungstools besprochen. Themen wie die Projektorganisation, Refactorings und UnitTests, ohne die die Java-Entwicklung kaum noch vorstellbar sind, kommen natürlich auch nicht zu kurz.

Für mich war das Buch ein gelungener Einstieg in ein Themenfeld, das für mich mit vielen Vorurteilen belegt war. Durch den Schritt durch die Tür in der Mauer habe ich einen Eindruck für das Wesen der Scriptsprache JavaScript bekommen und Lust gewonnen mich ein Bisschen damit auszutoben.

Zu kaufen gibt es das Buch JavaScript für Java-Entwickler bei Amazon.